Mitarbeiterbefragung sind heutzutage nicht mehr wegzudenken aus der Arbeitswelt. Was aber braucht es in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung, um eine Mitarbeitendenbefragung zielführend und effektiv zu gestalten? ValueQuest hat aus eigener Erfahrung und mit Hilfe von externer Recherche einige der wichtigsten Trends zusammengetragen:

Motivation und Engagement

Früher standen die Mitarbeitendenzufriedenheit oder das Arbeitsklima (z.B. Great Place to Work) im Vordergrund. Heute geht es darum, mehr über die Leistungsbereitschaft und Verbundenheit der Mitarbeitenden mit der Organisation zu erfahren.

Eine Mitarbeitendenbefragung kann das Engagement und die Motivation am Arbeitsplatz messen. Mit einfachen und gezielten Fragen erfahren Unternehmen viel über die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Mitarbeitenden. Werden diese Erkenntnisse richtig umgesetzt, beeinflusst dies die Motivation und das Mitarbeiterengagement positiv, d.h. die Mitarbeitenden sind bereit, mehr für das Unternehmen zu leisten. Firmen sind so gut gerüstet, um zukünftig erfolgreich am Markt tätig zu sein.

Neue Themen

Im Zuge der Digitalisierung und rasanten Veränderung der Arbeitsformen halten zunehmend auch neue Themen Einzug in die Unternehmen. Diese müssen adäquat in eine Befragung integriert werden:

  • Digitales Führen:
    Die zunehmende Digitalisierung geht mit neuen Anforderungen an die Führungskräfte einher
  • Virtuelle Kommunikation:
    Neben vielen Vorteilen gibt es auch einige Herausforderungen. Wie können Unternehmen z.B. kreativ und effektiv bleiben, wenn der Austausch oft nicht mehr persönlich, sondern virtuell stattfindet?
  • Arbeiten im HomeOffice:
    Wie viel bzw. wie wenig Kontrolle ist notwendig? Welche Strukturen sind sinnvoll?
  • Diversity & Inclusion:
    Wie schafft man ein Arbeitsumfeld, in dem sich Menschen unterschiedlichster Herkunft, Vorlieben, Fähigkeiten etc. wertgeschätzt fühlen und erfolgreich miteinander arbeiten können?
  • Nachhaltigkeit:
    Wie steht es um die Verantwortung für die Bedürfnisse der heutigen und zukünftigen Gesellschaft?
  • Persönliche Gesundheit und Belastung am Arbeitsplatz:
    Arbeit und Gesundheit hängen eng zusammenhängen. So wie sich die persönliche Gesundheit auf die individuelle Arbeitsfähigkeit auswirken kann, so kann Arbeit umgekehrt auch die Gesundheit beeinflussen.

Vermehrter Einsatz von Technologien

Die technischen Hürden sind gesunken und Mitarbeitende können problemlos mit Hilfe von günstigen oder sogar kostenfreien Tools vom Unternehmen selbst befragt werden. Gleichzeitig wird immer häufiger fortgeschrittene und Artificial Intelligence-unterstützte Datenanalytik zur Analyse der Daten eingesetzt. Vor allem bei der Analyse der offenen Kommentare wird AI und Machine Learning zunehmend zur Visualisierung der Ergebnisse verwendet. So können Muster und Trends erkannt werden, die zur Verbesserung der Effektivität der Mitarbeitendenbefragungen genutzt werden können.

Unternehmen stehen vor der Wahl: Entweder sie machen alles selber oder sie vertrauen auf die Erfahrung von Profis. Selber machen mag zwar günstiger und manchmal auch schneller sein. Allerdings ist dieses Vorgehen mit Einschränkungen beim Datenschutz verbunden, was sich auf das Vertrauen der Mitarbeitenden in die Befragung auswirkt. Und oft hat man zwar eine grosse Menge an Daten generiert, weiss aber nicht, wo man konkret ansetzen muss.

Dialogorientierte Feedback-Kultur

In der Vergangenheit verstand man die Mitarbeitendenbefragung oftmals als Einweg-Kommunikation: Mitarbeitende konnten ihre Meinung äussern und das war es dann auch schon. Eine Befragung darf aber nicht mit den Ergebnisberichten enden, hier fängt sie erst richtig an. Denn der Schwerpunkt sollte auf der Umsetzung der Ergebnisse und dem aus der Befragung resultierenden Dialog mit den Mitarbeitenden liegen.

Wichtig ist, die Mitarbeitenden nach Ablauf der Befragung rasch über die Ergebnisse zu informieren und die Ergebnisberichte an die ausgewerteten Einheiten zu verteilen, damit zeitnah entsprechende Massnahmen definiert werden können.

Formenvielfalt

Früher gab es jährlich oder alle zwei Jahre eine Mitarbeitendenbefragung mit häufig mehr als hundert umfangreich formulierten Fragen. Daraus resultierten grosse Datenmengen inklusive umfassendem Benchmarking. Der Fokus dieser Mitarbeitendenbefragungen lag mehr auf Zahlen und Vergleichen als auf konstruktivem Feedback und klaren Handlungsoptionen.

Heute kommt die klassische Mitarbeitendenbefragung leichter und schneller daher und es gibt neue Instrumente wie

  • kurze und regelmässige Pulsbefragungen
  • kumulative Mitarbeitendenbefragungen
  • 360 Grad Führungsfeedback
  • Fokussierte Befragungen entlang dem Employee Life Cycle – vom Onboarding bis zum Austritt der Mitarbeitenden – oder themenbezogene Befragungen (z.B. Gesundheit, Digitalisierung, Innovationsdynamik etc.).

Kürzere Befragungen und Ergebnisse in Echtzeit entsprechen dem Zeitgeist. Die klassische Mitarbeitendenbefragung ist jedoch nach wie vor gefragt. In vielen Unternehmen wird sie durch immer breitere Umfragelandschaften flankiert und erweitert. Es gibt also nicht mehr nur EIN grosses Projekt «Mitarbeitendenbefragung». Eine sinnvolle Kombination aus klassischer Befragung, Pulsbefragungen und anderen themen- oder zielgruppenspezifischen Befragungen garantieren den Erfolg.

Mehr Wirkungsbezug

Der Trend geht weg von unstrukturierten Befragungen hin zu Mitarbeitendenbefragungen mit einem klarem Wirkungsmodell. Dies ermöglicht, klare Massnahmen aus der Befragung abzuleiten.

Moderne Mitarbeitendenbefragungen stellen den unternehmerischen Erfolg ins Zentrum. Dafür braucht es loyale und leistungsbereite Mitarbeitende sowie ein organisatorisches Setup, welches die Mitarbeitenden effektiv arbeiten lässt. Eine professionelle Mitarbeitendenbefragung modelliert diese Ansprüche sorgfältig. Die Ergebnisse werden in Bezug zu «harten» HR-Analytics und Erfolgsdaten gesetzt. Daraus können dann gezielte Massnahmen abgeleitet werden. Mitarbeitendenbefragungen sind dann nicht primär ein Kostenfaktor, sondern wichtiger Bestandteil des unternehmerischen Performance Systems.

Mit ValueQuest den richtigen Mix finden

ValueQuest unterstützt Unternehmen dabei, die richtige(n) (Mischung aus) Befragungsinstrumente(n) zu definieren, um einen zielführenden und effektiven Dialog mit den Mitarbeitenden zu erreichen. Unsere verschiedenen Instrumente werden allen Ansprüchen gerecht:

  • Die klassische Mitarbeitendenbefragung arbeitet mit einem klarem Wirkungsmodell, welches das Feedback und den Dialog fördert
  • Die flexiblen uPulse-Befragungen sind das ideale Tool für kurze, regelmässige Befragungen, z.B. eine kumulative Mitarbeitendenbefragung über einen bestimmten Zyklus oder themenbezogene Befragungen

 

Beitrag veröffentlicht am 8. Dezember 2022

Über Barbara Haimoff
Barbara Haimoff verantwortet bei ValueQuest die Projektleitung im Bereich 360° Feedback und das Office Management. Sie ist Kauffrau EFZ mit Abschluss der Wirtschaftsschule KV Baden und bringt Organisationstalent sowie Kundennähe in jedes Projekt ein.

Barbara Haimhoff ist Office Managerin bei ValueQuest und sorgt für einen reibungslosen Ablauf im Tagesgeschäft. Sie hat die Wirtschaftsschule KV Baden abgeschlossen und ist ausgebildete Kauffrau EFZ mit langjähriger Berufserfahrung in Administration und Organisation. Erfahren Sie mehr über Barbara

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