Als wichtigster Parameter für erfolgreiche Teamarbeit wurde die «psychologische Sicherheit» identifiziert. Sie gilt als das Fundament für weitere wichtige Faktoren, die den Teamerfolg beeinflussen. Psychologische Sicherheit bietet den Mitarbeitenden einen sicheren Rahmen, um innerhalb des Teams/der Organisation offen über Fehler zu reden und für die Zukunft daraus zu lernen.
Definition von psychologischer Sicherheit
Psychologische Sicherheit beschreibt die Atmosphäre und das Empfinden, dass in einer Gruppe vorherrscht und besonders bei komplexen Herausforderungen sehr hilfreich sein kann. Amy Edmondson, die 2020 ein ganzes Buch zum Thema psychologische Sicherheit geschrieben hat, definiert diese «als gemeinsame Überzeugung, sich in einer Umgebung zu befinden, die geeignet dafür ist, zwischenmenschliche Risiken einzugehen, z.B. Hilfe zu erbitten, einen Fehler zuzugeben oder ein Projekt zu kritisieren. In psychologisch sicheren Umgebungen sind die Menschen überzeugt, dass andere nicht negativ auf sie reagieren, wenn sie einen Fehler machen oder um Hilfe bitten. Stattdessen wird Aufrichtigkeit erlaubt und erwartet.»
Psychologische Sicherheit ist jedoch kein Wohlfühlkonzept, bei dem man sich innerhalb des Teams bestätigend auf die Schulter klopft und einfach nur nett zueinander ist. Und es bedeutet auch nicht, dass Leistungsstandards herabgesetzt werden. Die folgende Abbildung zeigt, dass «psychologische Sicherheit» (PS) in Verbindung mit hohen Standards optimal ist, um zu lernen, sich weiterzuentwickeln und die eigene Performance sowie die Teamperformance stetig zu verbessern.

Erkenntnisse aus dem Google Projekt «Aristotle»
Im 2012 startete Google ein Projekt mit dem Codenamen «Aristotle». Hunderte von Google-Teams wurden nach Mustern untersucht, die aufzeigen, warum einige Teams scheitern, während andere Bestleistungen erreichen. Die folgende Pyramide illustriert die gewonnenen Erkenntnisse und zeigt eindrücklich, auf, dass «psychologische Sicherheit» die anderen Faktoren für erfolgreiche Teamarbeit dominiert.
Abb.: Google Projekt "Aristotle"
Es ist allerdings sehr komplex, einen Zustand von «psychologischer Sicherheit» zu erreichen. Neben der persönlichen Disposition hat der Organisationsexperte William Kahn (1990) vier vorauslaufende Bedingungen (Antezedenzien) der psychologischen Sicherheit herausgearbeitet:
- Zwischenmenschliche Beziehungen
- Gruppendynamiken
- Organisationale Normen
- Führung
Die Rolle der Führung
In einer „sicheren“ Organisation zeichnen sich Führungskräfte unter anderem dadurch aus, dass sie sich selbst zurücknehmen, eigene Fehler und Nichtwissen eingestehen und Probleme offen ansprechen. Gleichzeitig ermutigen sie die Mitarbeitenden, es ihnen gleich zu tun. Verfügen Ihre Führungskräfte über den richtigen Methodenkoffer, um «psychologische Sicherheit» im Team zu schaffen? Ein Führungsfeedback von ValueQuest unterstützt Vorgesetzte bei ihrer persönlichen Entwicklung und verbessert die Führungsqualität entscheidend.
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Beitrag veröffentlicht am 25. Januar 2022
Über Heidi Blanken

Heidi Blanken ist Expertin und Advisor bei ValueQuest mit Fokus auf Evaluation und methodische Beratung. Sie hat Psychologie mit Schwerpunkt Methodenlehre sowie Wirtschaft und Arbeitsrecht an der Universität Zürich studiert und als lic. phil. I abgeschlossen.
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Abb.: Google Projekt "Aristotle"






