Broker sind die entscheidenden Player im Schweizer Versicherungsmarkt. Jeder zweite Versicherungsabschluss Schweizer Unternehmenskunden erfolgt über Broker und 90 % aller mittleren und grossen Unternehmen setzen auf ihre Expertise. Broker bewegen Milliarden an Prämienvolumen und entscheiden über Marktanteile, Kundenzufriedenheit und den wirtschaftlichen Erfolg von Versicherungsunternehmen.

Doch welche Versicherer überzeugen die Broker hierzulande wirklich? Wer punktet bei der Zusammenarbeit? Und welche Trends und Herausforderungen prägen den Broker-Markt 2025?

Antworten darauf liefert unser Broker Panel Schweiz 2025 – die führende Branchenstudie zur Qualität der Zusammenarbeit im Schweizer Versicherungsmarkt. In Kooperation mit den zehn führenden Versicherern der Schweiz führen wir diese Multi-Client-Studie 2025 erneut durch. Als Branchenexperten für Versicherungsstudien greifen wir dabei auf 20 Jahre Erfahrung zurück. Die Studienleitung liegt bei Sabrina Karthe.

Wer steckt hinter dem Broker Panel Schweiz?

Der Broker Panel Schweiz 2025 wird vom Marktforschungsunternehmen ValueQuest in enger Zusammenarbeit mit den zehn führenden Schweizer Versicherungsunternehmen durchgeführt: Allianz, AXA, Asga Pensionskasse, Generali, Helsana, Helvetia, die Mobiliar, Profond, Swiss Life und Zurich Versicherungen. Wir danken an dieser Stelle herzlichst für die Zusammenarbeit.

Auch wollen wir unserer Partnerin LaBella Consulting für die Kooperation bei der Umsetzung danken.

Sie sind Broker und möchten teilnehmen? Dann melden Sie sich jetzt direkt unter www.brokerpanel.ch.

Broker als Schlüsselakteure im Versicherungsmarkt

Broker – auch Makler genannt – nehmen im Schweizer Versicherungsmarkt eine Schlüsselrolle ein: Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Endkunden und Versicherern. Im täglichen Beratungsgeschäft entscheiden sie, welche Versicherungsprodukte und Anbieter sie empfehlen. Positive oder negative Erfahrungen beeinflussen nicht nur einzelne Geschäftsbeziehungen mit Versicherungsunternehmen, sondern prägen auch die Beratung gegenüber den Endkunden. Ihre Meinung und Einschätzung zu kennen, ist damit ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für Versicherungsunternehmen.

Unsere Versicherungsmarktstudie richtet sich an Brokerinnen und Broker, die in den letzten zwölf Monaten aktiv mit Schweizer Versicherern zusammengearbeitet haben. Die Versicherer selbst werden dabei nicht befragt. Die Studie zeigt, wo die die Schweizer Versicherungsunternehmen aus Sicht der Versicherungsmakler stehen und wie sie sich im Markt positionieren.

In diesem Beitrag geben wir einen Einblick in die inhaltlichen Schwerpunkte des Broker Panels 2025 – darunter das Ranking der Top-Versicherer, die Digitalisierung im Brokergeschäft und aktuelle Herausforderungen in der Zusammenarbeit.

Zürcher Bahnhofstrasse mit herbstlicher Stimmung und Tram – Sinnbild für den Standort und Arbeitsalltag von Versicherungsbrokern in der Schweiz.

Der Schweizer Brokermarkt im Wandel

Der Schweizer Brokermarkt steht unter Druck, nicht zuletzt aufgrund der digitalen Transformation. Neue Insurtech-Anbieter wie Asuro, Optimatis oder Caveo fordern etablierte Marktteilnehmer heraus. Bei Endkunden punkten diese digitalen Disruptoren mit benutzerfreundlichen Online-Plattformen, digitalen Services und schlanken Prozessen (Röschmann & Erny, 2019).

Traditionelle Versicherungsbroker stehen damit vor grossen Herausforderungen: Um der kundenseitigen Erwartung an hochwertige Beratung und wettbewerbsfähige Angebote gerecht zu werden, braucht es schlanke und effiziente Lösungen. Und starke Partnerschaften mit Versicherern. Genau hier setzt unser Broker Panel Schweiz 2025 an.

Studienteilnehmende gesucht

Sie sind Versicherungsbroker in der Schweiz und haben noch keine Einladung erhalten? Dann kontaktieren Sie uns jetzt unter www.brokerpanel.ch. Sabrina Karthe steht Ihnen gerne als Projektpartnerin für Fragen zur Verfügung. Die Befragung erfolgt vollständig online. Die Teilnahme ist freiwillig und anonym.

Als kleines Dankeschön schenken wir Ihnen, je nach Präferenz, zwei Flaschen Wein, einen 30 CHF Digitec-Galaxus-Gutschein oder spenden einen Betrag in Ihrem Namen für saubere Ozeane.

Ranking: Die Top-Versicherer der Schweiz

Mit welchen Versicherern arbeiten Broker hierzulande wirklich gerne zusammen? In unserer Marktstudie wählen die teilnehmenden Broker ihre persönlichen Top 3 unter Schweizer Versicherern aus, nach Versicherungssparte differenziert. Wir befragen folgende Sparten:

  • Sach- / Haftpflicht (Unternehmenskunden)
  • Kollektiv-Lebensversicherung / BVG
  • KTG / UVG
  • Privatpersonen Nicht-Leben
  • Privatpersonen Leben
  • Flottenversicherung (Unternehmenskunden)
  • Rechtsschutzversicherung (Unternehmenskunden)
  • Cyberversicherung (Unternehmenskunden)

Dabei geht es nicht um allgemeine Zufriedenheit, sondern um klare Präferenzen. Gerade in einem kompetitiven Markt wie der Schweizer Assekuranz zeigt unser Ranking, wie sich Versicherer im Wettbewerb differenzieren können.

Was Broker von Versicherern erwarten

Gute Versicherungsprodukte allein genügen nicht. Denn entscheidend für Brokerinnen und Broker in der Schweiz ist auch, wie gut die Zusammenarbeit mit den Versicherern im Alltag funktioniert:

  • Wie schnell reagiert ein Versicherer auf Anfragen?
  • Wie lösungsorientiert ist die Offertstellung?
  • Wie zuverlässig erfolgt die Schadenbearbeitung?
  • Wie wettbewerbsfähig ist die Preisgestaltung?

Wenn beispielsweise ein Versicherer bei einem Schadenfall erst nach mehrmaligem Nachfassen reagiert oder Offerten nur mit tagelanger Verzögerung eintrudeln, entsteht nicht nur Frust, sondern im schlimmsten Fall ein Reputationsschaden gegenüber dem Endkunden.

Digitalisierung im Versicherungsmarkt

Die Digitalisierung gehört neben Regulatorik, Fachkräftemangel und wachsendem Preisdruck zu den zentralen Veränderungstreibern im Schweizer Versicherungsmarkt. Im Brokergeschäft betrifft sie nicht nur interne Prozesse, sondern vor allem die Schnittstellen zwischen Brokern, Kunden und Versicherern. Im Broker Panel Schweiz gehen wir der Frage nach, wie weit Brokerunternehmen heute wirklich digitalisiert sind und sie konkreten Verbesserungsbedarf in der Zusammenarbeit mit Versicherern sehen.

Praxisbeispiel: Beim digitalen Schweizer Broker Optimatis konnten rund 20 % der von Versicherern übermittelten Policen nicht technisch verarbeitet werden – so eine Studie der ZHAW. Durch falsche Formatierung oder schlechte Scans waren diese zwar für Menschen lesbar, aber nicht maschinenlesbar. Als Folge bedeutete das für Broker Medienbrüche, manuelle Nachbearbeitung und verlorene Zeit. Was also auf den ersten Blick als digital erscheint, kann sich manchmal als PDF-Anhang per Mail entpuppen. Häufig liegt hier das Problem nicht bei den Brokern selbst, sondern an der bestehenden IT-Infrastruktur der Versicherer (sog. Legacy-Systeme), die moderne Schnittstellen nur eingeschränkt zulassen.

Im Broker Panel Schweiz greifen wir diese Problematik konkret anhand der folgenden Fragen auf:

  • Wie digital ist der Arbeitsalltag von Broker wirklich?
    Setzen sie bereits moderne Tools für Kundenkommunikation, Vertragsverwaltung und Datenübermittlung ein? Oder prägen Excel-Listen, E-Mail-Anhänge und eingescannte Policen noch immer das Tagesgeschäft?
  • Wie gut funktioniert die technische Anbindung an die Versicherer?
    Gibt es durchgängige digitale Schnittstellen, über die Offerten, Verträge und Änderungen automatisch laufen? Oder müssen Daten doppelt erfasst und manuell nachbearbeitet werden, weil die Systeme nicht miteinander kommunizieren?

Unsere Versicherungsmarktstudie zeigt deutlich: Für Broker zählt nicht nur das Produkt, sondern auch, wie verlässlich und effizient die Zusammenarbeit mit dem Versicherer im Alltag funktioniert. Genau hier setzt das Broker Panel Schweiz 2025 an. Als umfassendste B2B-Branchenstudie im Schweizer Versicherungsmarkt legt sie offen, wo Versicherer aus Sicht der Broker überzeugen und wo noch Potenzial besteht. Auch zeigen wir auf, wie sich die einzelnen Anbieter im Markt positionieren und wodurch sie sich differenzieren können.

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Fragen zur Digitalisierung und zur Qualität der Zusammenarbeit. Die Studie nimmt auch weitere zentrale Aspekte des Brokermarkts unter die Lupe. Dazu gehört der Fachkräftemangel, der sich zunehmend auf die Beratungskapazitäten und die Servicequalität auswirkt, genauso wie die Weiterempfehlungsbereitschaft der Broker. Auch Cyberrisiken und Sicherheitsbedenken in der digitalen Zusammenarbeit finden in unserer Marktstudie Anklang.

Beitrag veröffentlicht am 23. Mai 2025

Über Dr. Kathrin Neumüller
Kathrin Neumüller, Co-Geschäftsführerin, hat welliges blondes Haar und trägt einen marineblauen Blazer über einem weissen Hemd. Sie lächelt selbstbewusst und steht in einem modernen Büro mit grossen Fenstern im Hintergrund.

Dr. oec. HSG Kathrin Neumüller ist Co-Geschäftsführerin bei ValueQuest und Expertin für Mitarbeiterinspiration und Empowerment. Daneben unterrichtet sie im MBA strategisches Management an der ZHAW. Sie promovierte an der Universität St. Gallen (HSG) und studierte an der University of Cambridge. Erfahren Sie mehr über Kathrin

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