Mitarbeitendenbefragungen werden als entscheidendes Führungsinstrument angesehen – doch es gibt einen schmalen Grat zwischen Akzeptanz und Umfragemüdigkeit. Tina Fischer untersucht in der Handelszeitung (HZ) die Gründe, warum viele Umfragen heute ihr Ziel nicht erreichen, und wie Unternehmen den Rückweg zu wirklich aussagekräftigem Feedback finden können. Mit dabei: Dr. Kathrin Neumüller, Co-Geschäftsführerin von ValueQuest, als Expertin für moderne Feedbackprozesse.
Egal, ob kleines KMU oder internationaler Konzern – Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit und zur Stimmung innerhalb des Teams sind allgegenwärtig und populär. Die Teilnehmebereitschaft sinkt jedoch. Der Grund dafür ist, dass Menschen im Alltag ständig zur Bewertung aufgefordert werden – sei es von der Hotelmatratze oder beim Online-Einkauf. „Irgendwann hat man einfach genug“, sagt der Personalexperte Matthias Mölleney. Feedback sei grundsätzlich ein Zeichen von Wertschätzung, solange es auch Konsequenzen habe. Doch genau hier hapert es bei vielen Schweizer Firmen: Viele Umfragen haben keine Konsequenzen oder weisen methodische Mängel auf. Das Resultat ist ein Datenfriedhof – anstelle von wirklicher Veränderung. Diesem Thema widmet sich der Artikel der Handelszeitung mit dem Titel „Klicken, bewerten, ignorieren – Teambuilding per Mausklick in der modernen Arbeitswelt“.
Mitarbeiterumfragen sind kein Selbstläufer
Im HZ-Artikel kommt Dr. Kathrin Neumüller, Co-Geschäftsführerin von ValueQuest, als Expertin für moderne Feedbackprozesse zu Wort. Sie betont: „Feedback darf nicht zum Selbstzweck werden. Entscheidend ist die Bereitschaft der Unternehmen, daraus konkrete Massnahmen abzuleiten. Umfragen können nur dann als ernstzunehmendes Führungsinstrument gelten, das Vertrauen schafft, wenn sie zu sichtbarem Handeln führen.“
Befragungen sind kein Selbstläufer. Sie entfalten nur dann Wirkung, wenn sie als Teil einer gelebten Feedbackkultur verstanden werden – nicht als isolierte Massnahme oder Imagepflege. Der Artikel macht deutlich, dass Unternehmen umdenken müssen: weg vom reinen Erheben von Daten, hin zu einem ernsthaften Dialog mit ihren Mitarbeitenden.
Zum vollständigen Artikel:
Klicken, bewerten, ignorieren – Teambuilding per Mausklick in der modernen Arbeitswelt
Beitrag veröffentlicht am 4. Juli 2025
Über Dr. Kathrin Neumüller

Dr. oec. HSG Kathrin Neumüller ist Co-Geschäftsführerin bei ValueQuest und Expertin für Mitarbeiterinspiration und Empowerment. Daneben unterrichtet sie im MBA strategisches Management an der ZHAW. Sie promovierte an der Universität St. Gallen (HSG) und studierte an der University of Cambridge. Erfahren Sie mehr über Kathrin
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