Führung am Scheideweg: Zwischen Leistungsdruck und Wohlfühlkultur

Die aktuelle Debatte über Führung bewegt sich zwischen zwei scheinbar gegensätzlichen Polen. Auf der einen Seite fordern grosse Konzerne wie Nestlé oder ABB eine Rückkehr zur reinen Leistungskultur. Die Handelszeitung titelte dazu im November 2025 provokativ «Weniger Woke, mehr Work» und beschreibt damit die Forderung von Nestlé-CEO Philipp Navratil nach mehr Leistungsbereitschaft und einer stärkeren Ausrichtung auf individuelle Performance.

Zeitungsausschnitt mit Schlagzeile zu Kehrtwende im Management und Fokus auf Leistung

Auf der anderen Seite stehen die realen Herausforderungen des Arbeitsmarktes. Die aktuelle AXA KMU-Arbeitsmarktstudie zeigt deutlich:

  • 46 Prozent der Schweizer KMU bezeichnen den Arbeitskräftemangel als ihre grösste Herausforderung.
  • Im Wettbewerb mit dem Staat und Grossunternehmen geraten KMU zunehmend unter Druck, attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen – nicht nur funktional, sondern auch kulturell.

Die oft zitierte Gegenüberstellung von Leistung und Wohlfühlorientierung erweist sich bei genauerer Betrachtung als überholt.

Anforderungen wie mentale Gesundheit, Sinnhaftigkeit und persönliche Entwicklung sind kein Ausdruck von Bequemlichkeit, sondern ein Zeichen einer reiferen Arbeitswelt. Hier wird Leistung nicht gegen das Wohlbefinden ausgespielt, sondern als dessen direktes Ergebnis verstanden.

Das klassische Führungsverständnis, das primär auf Kontrolle und Zielerreichung ausgerichtet ist, stösst damit an seine Grenzen. Führung im Jahr 2025 erfordert ein Umdenken: Weg von der Leistungssteigerung um jeden Preis, hin zur Schaffung eines Umfelds, in dem Menschen ihr volles Potenzial ausschöpfen können und wollen.

Die Formel für Spitzenleistung: Wollen x Können x Dürfen

Um zu verstehen, wie Leistung wirklich entsteht, hilft eine einfache, aber wirkungsvolle Formel:

Leistung = Wollen × Können × Dürfen

Diese Gleichung verdeutlicht, dass drei Faktoren untrennbar zusammenspielen müssen:

  • Wollen: Die intrinsische Motivation und die persönliche Antriebskraft, eine Aufgabe zu erfüllen.
  • Können: Die notwendigen Kompetenzen und Fähigkeiten, um die Aufgabe erfolgreich zu bewältigen.
  • Dürfen: Die richtigen Rahmenbedingungen und Ressourcen, die zur Verfügung stehen. Dazu gehören Zeit, psychologische Sicherheit, soziale Unterstützung, die passenden Werkzeuge und ein klar definierter Handlungsspielraum.

Fällt einer der drei Faktoren auf null, ist auch das gesamte Ergebnis null.

Ein hochbegabter und leidenschaftlicher Musiker wird keine Spitzenleistung erbringen können, wenn sein Instrument verstimmt ist (fehlendes „Dürfen“). Während sich viele Führungskräfte auf das Wollen und Können ihrer Mitarbeitenden konzentrieren, liegt gerade im „Dürfen“ ein oft unterschätzter, aber entscheidender Hebel, den sie aktiv gestalten können.

Webinar-Aufzeichnung: Spitzenleistungen ermöglichen

  • Wollen: Die intrinsische Motivation und die persönliche Antriebskraft, eine Aufgabe zu erfüllen.
  • Können: Die notwendigen Kompetenzen und Fähigkeiten, um die Aufgabe erfolgreich zu bewältigen.
  • Dürfen: Die richtigen Rahmenbedingungen und Ressourcen, die zur Verfügung stehen. Dazu gehören Zeit, psychologische Sicherheit, soziale Unterstützung, die passenden Werkzeuge und ein klar definierter Handlungsspielraum.

Was ist Spitzenleistung wirklich?

Der Begriff „Spitzenleistung“ weckt oft Assoziationen mit Superlativen und Vergleichen. Doch was zeichnet einen Top-Performer wirklich aus? Die Antwort hängt stark von unseren eigenen Werten und Präferenzen ab. Es ist an der Zeit, den Blick zu weiten und Leistung neu zu denken.

Ein Top-Performer ist nicht zwangsläufig derjenige, der im direkten Vergleich mit anderen am besten abschneidet. Vielmehr ist es jemand, der über seine eigenen Grenzen hinauswächst und sein persönliches Potenzial ausschöpft. Anstatt zu fragen: „Wie gut ist diese Person im Vergleich zu den anderen?“, sollten Führungskräfte den Fokus auf die individuelle Entwicklung legen:

Wie hat sich diese Person im Vergleich zu ihrem früheren Selbst entwickelt?

Diese Perspektive verschiebt den Massstab von einem externen Wettbewerb hin zu einer internen Weiterentwicklung.

Ein anschauliches Bild dafür ist das eines Rennpferdes: Ein Pferd, das auf der Rennbahn brilliert, wird im Springreiten wahrscheinlich nicht die gleiche Leistung erbringen können. Das verdeutlicht einen entscheidenden Punkt: Ein Top-Performer kann sein volles Potenzial nur im richtigen Umfeld entfalten. Der „Match“ zwischen Person und Aufgabe ist entscheidend.

Führungsfehler #1: Der Pygmalion-Effekt 

Die Leistung eines Mitarbeitenden beginnt nicht erst bei ihm selbst, sondern bereits im Kopf der Führungskraft. Dieses Phänomen ist als Pygmalion-Effekt bekannt – eine selbsterfüllende Prophezeiung. Wenn eine Führungskraft fest an das Talent und das Entwicklungspotenzial eines Mitarbeitenden glaubt, wird sie diesen unbewusst anders behandeln. Sie gibt ihm mehr Aufmerksamkeit, anspruchsvollere Aufgaben und konstruktiveres Feedback. Dadurch wird der Mitarbeitende tatsächlich besser. Die Erwartungshaltung der Führungskraft formt die Realität des Mitarbeitenden.

Pygmalion kniet vor einer zum Leben erwachten Statue, Symbol für die Wirkung von Erwartungen auf Leistung

Pygmalion war ein Bildhauer in der griechischen Antike, der enttäuscht von den Frauen seiner Zeit war und sich in sein Atelier zurückzog. Dort schuf er aus Elfenbein die Statue einer perfekten Frau namens Galatea und verliebte sich so sehr in sein eigenes Werk, dass er sie wie einen echten Menschen behandelte – er sprach mit ihr, schenkte ihr Blumen und betete zur Göttin Aphrodite, sie möge lebendig werden. Aphrodite erhörte seinen Wunsch und erweckte die Statue tatsächlich zum Leben. Der Pygmalion-Effekt beschreibt genau dieses Prinzip: Wenn wir fest an das Potenzial einer Person glauben und sie entsprechend behandeln, wird diese Person tatsächlich besser – unsere Erwartung erschafft die Realität.

Führungsfehler #2: Kontrast-Effekt

Unsere Wahrnehmung von Leistung ist nicht absolut, sondern relativ.

Der Kontrast-Effekt zeigt dies eindrücklich: Eine gute Leistung wird im direkten Vergleich mit einer herausragenden Leistung oft unterbewertet.

Die Lösung liegt in der Sensibilisierung der Führungspersonen: Führungskräfte sollten sich dieser kognitiven Verzerrung bewusst sein und die individuellen Stärken jedes Teammitglieds anerkennen.

Wie „Trüffelschweine“ sollten sie die verborgenen Talente ihrer Mitarbeitenden aufspüren und ans Licht zu bringen, anstatt sich nur auf Schwächen zu konzentrieren.

Führungsfehler #3: Das falsche Menschenbild

Letztendlich beginnt Führung bei der eigenen Haltung. Das Menschenbild einer Führungskraft hat einen direkten Einfluss auf die Kultur im Team. Die Theorie X und Theorie Y von Douglas McGregor verdeutlicht dies:

  • Theorie X: Geht davon aus, dass Menschen von Natur aus arbeitsscheu sind und zur Arbeit gezwungen und kontrolliert werden müssen.
  • Theorie Y: Vertritt das Bild des engagierten und von Natur aus motivierten Menschen, der Freude an der Arbeit hat und Verantwortung übernehmen möchte.

Beide Menschenbilder haben die Tendenz, sich in der Realität zu bestätigen. Eine Führungskraft, die nach Theorie Y handelt, wird Freiräume schaffen und Vertrauen schenken, was die Eigeninitiative und Motivation fördert. Die Kultur der Leistung ist somit primär eine Frage der Haltung und beginnt mit dem Glauben an das Potenzial der anderen.

Der Werkzeugkasten für moderne Führung: Fünf Hebel für Spitzenleistungen

Wie können Führungskräfte konkret ein Umfeld schaffen, das Spitzenleistungen fördert? Die wahren Hebel sind menschlicher und kultureller Natur. Hier sind fünf entscheidende Werkzeuge für Ihren Führungsalltag.

Hebel 1: Wertschätzung Mitarbeitenden zeigen

Wertschätzung ist, wie unsere Studie mit dem Gottlieb-Duttweiler-Institut zeigt, der zweitwichtigste Treiber für Mitarbeiterloyalität – weit vor dem Gehalt. Dennoch beklagt fast ein Drittel der Mitarbeitenden in der Schweiz, zu wenig davon zu erhalten. Mangelnde Anerkennung ist nach der direkten Führungskraft der zweithäufigste Kündigungsgrund.

Doch was ist wirksame Wertschätzung und wie lässt sie sich konkret umsetzen?

Grafik zu Einflussfaktoren der Mitarbeiterloyalität in der Schweiz mit Fokus auf Wertepassung und Wertschätzung

Wertschätzung ist mehr als ein Hygienefaktor. Während ein faires Gehalt erwartet wird und dessen Fehlen demotiviert, wirkt echte Anerkennung als starker, langfristiger Motivator. Sie bedient das menschliche Grundbedürfnis, gesehen und als wertvoller Teil eines Ganzen anerkannt zu werden.

Konkrete Umsetzung:

  • Unterscheiden Sie zwischen Lob und Wertschätzung: Ein schnelles „gut gemacht“ ist Lob. Es ist oft hierarchisch und bewertend. Echte Wertschätzung findet auf Augenhöhe statt. Sie ist ein Ausdruck von genuinem Interesse am Gegenüber, an seiner Leistung, seinem Engagement und auch am Weg, den er oder sie zurückgelegt hat – nicht nur am Ergebnis.
  • Sehen Sie den ganzen Menschen: Nehmen Sie nicht nur die Arbeitsleistung wahr, sondern auch die Person dahinter. Zeigen Sie Interesse an ihren Perspektiven und Ideen.
  • Der „Wertschätzungs-Trick“ für schwierige Situationen: Wenn Sie ein Gespräch mit einer Person führen, mit der die Zusammenarbeit schwierig ist, nehmen Sie sich vorher einen Moment Zeit. Fragen Sie sich: „Welche drei Einstellungen, Fähigkeiten oder Handlungen schätze ich an dieser Person?“ Diese bewusste Haltungsänderung wird Ihr Gegenüber spüren und kann negative Dynamiken durchbrechen.

Hebel 2: Psychologische Sicherheit – Das Fundament für Innovation

Kennen Sie das? Sie sitzen in einem Meeting, haben eine Frage, aber zögern, sie zu stellen, weil Sie nicht unwissend wirken wollen. Dieses alltägliche Phänomen, das wir als „Impression Management“ betreiben, ist ein echter Innovationskiller. Jedes Mal, wenn wir aus Angst vor negativer Bewertung eine Frage nicht stellen, eine Idee zurückhalten oder einen Fehler verschweigen, verpasst das Unternehmen eine wertvolle Lernchance.

Die Harvard-Professorin Amy Edmondson hat das Konzept der psychologischen Sicherheit geprägt. Es beschreibt die gemeinsame Überzeugung im Team, dass es sicher ist, zwischenmenschliche Risiken einzugehen. Es ist das Vertrauen, dass man nicht bestraft oder blossgestellt wird, wenn man sich mit Ideen, Fragen, Bedenken oder Fehlern einbringt.

Konkrete Umsetzung:

  • Arbeit als Lernprozess gestalten: Machen Sie klar, dass in einer komplexen Welt nicht eine Person allein alle Antworten haben kann. Betonen Sie: „Wir brauchen alle Stimmen und Perspektiven, um erfolgreich zu sein.“
  • Eigene Fehlbarkeit eingestehen: Als Führungskraft voranzugehen und zu sagen: „Ich könnte etwas übersehen haben, ich brauche eure Perspektive“, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Einladung zum Mitdenken und eine starke vertrauensbildende Massnahme.
  • Neugierde vorleben: Stellen Sie selbst aktiv Fragen, hören Sie aufmerksam zu und reagieren Sie wertschätzend auf Beiträge, auch wenn Sie anderer Meinung sind. So modellieren Sie das Verhalten, das Sie sich vom Team wünschen.

Hebel 3: Fördern und Fordern – Die Kunst der Flow-Zustände

Nachhaltige Spitzenleistung entsteht selten unter Druck oder in der Komfortzone. Sie entsteht im Flow – einem Zustand völliger Konzentration und Vertiefung in eine Tätigkeit, in dem die Zeit wie im Flug vergeht. In diesem Zustand sind die Herausforderungen und die Fähigkeiten einer Person in einem optimalen Gleichgewicht.

Das Flow-Modell des Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi beschreibt diesen optimalen Leistungszustand. Sind die Herausforderungen zu gering für die vorhandenen Fähigkeiten, entsteht Langeweile. Sind die Herausforderungen hingegen zu hoch, führt dies zu Stress und Überforderung. Die Aufgabe einer Führungskraft ist es, ihre Mitarbeitenden gezielt in diesen produktiven „Flow-Kanal“ zu führen.

Darstellung des Flow-Modells von Mihaly Csikszentmihalyi mit Fokus auf Förderung und Herausforderung

Konkrete Umsetzung:

  • Fordern: Beobachten Sie Ihre Mitarbeitenden und identifizieren Sie Momente, in denen sie im Flow sind. Ein Mitarbeitender, der bei einer Kundenpräsentation aufblüht, ist ein idealer Kandidat für eine grössere Herausforderung. Fordern Sie ihn, indem Sie ihm beim nächsten Mal die Präsentation vor dem Verwaltungsrat übertragen. Dies schafft eine gezielte, positive Anspannung.
  • Fördern: Gleichzeitig müssen Sie die notwendige Unterstützung bieten, damit die Person an dieser neuen Herausforderung wachsen kann. Dienen Sie als Sparringspartner, geben Sie Feedback und helfen Sie, die erforderlichen Kompetenzen aufzubauen. Ohne diese Förderung führt die reine Forderung nur zu lähmendem Stress.

Hebel 4: Empowerment – Mehr als nur Freiraum

Empowerment ist eines der grossen Schlagworte der modernen Führung, wird aber oft auf das blosse Gewähren von Autonomie reduziert. Echtes Empowerment ist jedoch weit mehr. Es geht darum, Mitarbeitende nicht nur zu ermächtigen, sondern sie auch zu befähigen.

Empowerment beschreibt die konkreten, organisationalen Massnahmen, die eine Führungskraft ergreift. Es ist der Rahmen, den Sie schaffen. Dieser besteht aus vier Säulen:

  • Autonomie & Freiraum: Geben Sie Ihren Mitarbeitenden den Spielraum, eigene Entscheidungen zu treffen und Aufgaben auf ihre Weise zu erledigen.
  • Ressourcen: Freiraum allein ist nutzlos. Stellen Sie sicher, dass Ihr Team die nötige Zeit, das Budget und die Unterstützung (z.B. durch Sparringspartner) hat, um erfolgreich zu sein. Dazu gehört auch die explizite Erlaubnis, Fehler zu machen.
  • Informationen: Um gute Entscheidungen treffen zu können, benötigen Mitarbeitende Zugang zu relevanten Informationen. Das betrifft nicht nur Unternehmensziele, sondern auch Kennzahlen, die aufzeigen, wie die eigene Leistung zum Gesamterfolg beiträgt
  • Anreize: Damit sind nicht nur monetäre Boni gemeint, deren Wirkung oft schnell verpufft. Besonders wirksam sind, wie die Forschung zeigt, kollektive Anreize wie ein gemeinsamer Teamausflug, die den Zusammenhalt und die gemeinsame Zielerrichtung stärken.

Empowerment ist nur die halbe Miete. Entscheidend ist, ob diese Massnahmen auch beim Mitarbeitenden ankommen und als stärkend empfunden werden. Der grösste Fehler im Empowerment ist, Verantwortung zu delegieren, ohne sicherzustellen, dass der Mitarbeitende diese als positive Chance und nicht als erdrückende Last empfindet.

Hebel 5: Werte – Der Kompass für langfristige Mitarbeitermotivation

Der letzte und vielleicht nachhaltigste Hebel ist die bewusste Verknüpfung von Arbeitsaufgaben mit den individuellen Werten der Mitarbeitenden. Während Geld nur kurzfristige Anreize schafft, sind Werte die unsichtbaren Leitplanken, die unser Verhalten langfristig steuern.

Unsere Werte sind tief verankerte Erfolgsprinzipien, die sich über Jahre bewährt haben. Sie beeinflussen, wie wir Situationen bewerten und Entscheidungen treffen. Der grösste Irrtum ist anzunehmen, alle Menschen teilten dieselben Werte. Als Führungskraft neigen wir dazu, Mitarbeitende positiv zu bewerten, die unsere eigenen Werte (z.B. auf Struktur oder Effizienz) widerspiegeln. Der Schlüssel liegt darin, die individuellen Werte des Gegenübers nicht ändern zu wollen, sondern sie zu verstehen und für die Gestaltung der Arbeit zu nutzen.

Konkrete Umsetzung:

  • Werteorientiert zuhören: Die direkte Frage „Welche Werte sind dir wichtig?“ überfordert die meisten. Achten Sie stattdessen im Alltag auf Emotionen. Worüber spricht eine Person mit Leidenschaft? Worüber ärgert sie sich? Ein Mitarbeiter, der begeistert von einer Prozessoptimierung erzählt, schätzt wahrscheinlich Effizienz. Eine Kollegin, die sich über intransparente Entscheidungen aufregt, legt vermutlich Wert auf Fairness.
  • Eigene Werte reflektieren und teilen: Kennen Sie Ihre eigenen Werte? Was leitet Sie? Teilen Sie dies mit Ihrem Team. Das schafft Transparenz und Verständnis für Ihre Entscheidungen.
  • Aufgaben bewusst rahmen (Framing): Die gleiche Aufgabe kann völlig unterschiedlich wirken, je nachdem, wie sie formuliert wird. Die Bearbeitung eines Versicherungsschadens kann eine trockene, bürokratische Tätigkeit sein. Oder sie kann, für eine Person mit einem starken sozialen Wert, als die Möglichkeit gerahmt werden, „Menschen in ihren schwersten Momenten beizustehen und verlässliche Hilfe zu bieten.“ Dieser neue Rahmen schafft eine tiefe, intrinsische Motivation, die weit über das blosse Abarbeiten von Aufgaben hinausgeht.
Wesentliche Erkenntnisse moderner Führung

Beitrag veröffentlicht am 20. November 2025

Über Dr. Kathrin Neumüller
Kathrin Neumüller, Co-Geschäftsführerin, hat welliges blondes Haar und trägt einen marineblauen Blazer über einem weissen Hemd. Sie lächelt selbstbewusst und steht in einem modernen Büro mit grossen Fenstern im Hintergrund.

Dr. oec. HSG Kathrin Neumüller ist Co-Geschäftsführerin bei ValueQuest und Expertin für Mitarbeiterinspiration und Empowerment. Daneben unterrichtet sie im MBA strategisches Management an der ZHAW. Sie promovierte an der Universität St. Gallen (HSG) und studierte an der University of Cambridge. Erfahren Sie mehr über Kathrin

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