Stress ist das Schlagwort der Stunde: Mitarbeitende in der Schweiz und weltweit fühlen sich immer mehr überfordert, gestresst und ausgebrannt. Internationale Studien zeichnen ein alarmierendes Bild: 68 % der Generation Z und 61 % der Millennials berichten von Burnout-Symptomen (Talker Research, 2025), und rund 40 % aller Jobwechsel werden auf zu viel Stress zurückgeführt (Apollo Technical, 2025).

Auch in der Schweiz ist die Lage angespannt.

  • Der Job-Stress-Index 2022 von der Gesundheitsförderung Schweiz zeigt: Fast 30% der Erwerbstätigen in der Schweiz sind (zu stark) gestresst (Gesundheitsförderung Schweiz, 2022).
  • 41 % der Beschäftigten sind oft oder sehr häufig emotional erschöpft (Travail.Suisse & Syna, 2023).

Stress ist nicht nur für die betroffenen Mitarbeitenden belastend, sondern kann auch negative Konsequenzen für Unternehmen haben:

Hoher Stress führt zu sinkender Produktivität, erhöhten Krankheitskosten und einer alarmierend hohen Fluktuationsrate. So gaben in einer Umfrage 820.000 Beschäftigte in der Schweiz an, ihre Stelle wegen Stress wechseln zu wollen (SRF, 2023). Die Kosten für stressverursachte und psychisch bedingte Ausfälle sind enorm. Laut einer Studie von AXA sind 64 % aller KMU davon betroffen AXA Schweiz, 2023.

Die Antwort auf diese wachsende Stresskrise ist Resilienz. In diesem Beitrag zeigen wir, wie Sie Stress reduzieren können, was Resilienz wirklich bedeutet und wie Sie resilienter werden können.

Was ist Stress? Definition

Der Begriff «Stress» stammt ursprünglich aus der Physik, wo er die Fähigkeit eines Materials beschreibt, Belastung zu ertragen. In der modernen Psychologie und Medizin definieren wir Stress als eine Reaktion von Körper und Geist auf innere oder äussere Herausforderungen, die sogenannten Stressoren. Stressoren sind beispielsweise Zeitdruck, Konflikte oder Angst – sie sind die Auslöser für unsere Stressreaktion.

Unser Körper reagiert auf Stress durch die sogenannte Fight-or-Flight-Reaktion (Kampf-oder-Flucht). Wenn wir eine Bedrohung oder Herausforderung wahrnehmen, aktiviert sich unser autonomes Nervensystem blitzschnell. Der Körper schüttet Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin aus, unser Herz schlägt schneller, die Muskeln spannen sich an, und unsere Sinne werden geschärft. Dies war evolutionär überlebenswichtig – wenn unsere Vorfahren einem Raubtier begegneten, brauchten sie diese physiologische Reaktion, um schnell zu reagieren und zu überleben.

Das Problem ist nicht der Stress selbst, sondern wie wir Stress interpretieren und wie lange er andauert. Die westliche Kultur hat Stress mit etwas Negativem gleichgesetzt, und diese Überzeugung verstärkt tatsächlich unsere Stressreaktion. Wenn wir denken «Stress ist schlecht für mich», reagiert unser Körper noch intensiver auf Stress. Dies ist ein Teufelskreis: Negative Gedanken über Stress führen zu stärkeren physiologischen Reaktionen, was wiederum unsere negativen Gedanken verstärkt.

Eustress und Distress: Die zwei Seiten von Stress

Wenn Stress negativ ist und uns überfordert, reden wir von Distress. Wenn Stress positiv ist und uns motiviert, sprechen wir von Eustress.

Distress – Negativer Stress: Distress ist negativer Stress, der Angst und Besorgnis auslöst und unsere Bewältigungsfähigkeiten übersteigt. Distress ist charakterisiert durch Langfristigkeit, Angst, das Gefühl der Überwältigung, unangenehme Gefühle und eine Verminderung unserer Leistung. Chronischer Distress führt zu ernsthaften Gesundheitsproblemen wie Angststörungen, Depression und Herzkrankheiten.

Eustress – Positiver Stress: Beim Eustress handelt es sich um Stress, der uns motiviert, energetisiert und unsere Leistung verbessert. Er tritt in Situationen auf, die herausfordernd, aber bewältigbar sind. Eustress ist charakterisiert durch Kurzfristigkeit, Motivation und Energetisierung, das Gefühl von Bewältigbarkeit, aufregende Gefühle und eine Verbesserung unserer Leistung.

Das Spektrum zwischen Eustress und Distress: Eustress und Distress sind nicht zwei separate Kategorien, sondern zwei Enden eines Spektrums. Die gleiche Situation kann für eine Person Eustress und für eine andere Person Distress bedeuten – es hängt von unserer Wahrnehmung, unseren Fähigkeiten und unseren Ressourcen ab. Eine neue Führungsposition kann beispielsweise für eine Person mit Selbstvertrauen und Erfahrung Eustress sein (aufregend, motivierend, ein Zeichen von Anerkennung). Für eine andere Person ohne Erfahrung kann die gleiche Position Distress sein (überwältigend, angstauslösend, ein Zeichen von Unzulänglichkeit).

Dies ist genau der Punkt, an dem Resilienz ins Spiel kommt – sie versetzt uns in die Lage, mehr Situationen neu zu interpretieren und sie als Eustress zu erleben.

Was ist Resilienz? Definition

Resilienz ist die psychische Widerstandskraft, die es Menschen ermöglicht, Krisen, Stress und Veränderungen nicht nur zu überstehen, sondern idealerweise gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Im beruflichen Kontext hilft uns Resilienz, mit Druck und Konflikten umzugehen, ohne dabei unsere Gesundheit oder Motivation zu verlieren. Resilienz ist nicht angeboren – sie ist eine trainierbare Fähigkeit, die sich durch bewusste Übung und Reflexion entwickelt.

Was steckt hinter Resilienz?

Um Resilienz wirklich zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die wegweisende Arbeit des Medizinsoziologen Aaron Antonovsky. Er revolutionierte die Gesundheitsforschung, indem er eine einfache, aber tiefgreifende Frage stellte: Statt zu fragen «Was macht Menschen krank?» (Pathogenese), fragte er: «Was erhält Menschen gesund?» (Salutogenese).

Antonovsky beobachtete, dass Stress allgegenwärtig ist, aber nicht alle Menschen darauf mit Krankheit reagieren. Der Schlüssel, so seine Erkenntnis, liegt im Kohärenzgefühl (Sense of Coherence, SOC). Dies ist eine tief verankerte Grundhaltung, die das Vertrauen einer Person in die Welt und ihre eigenen Fähigkeiten beschreibt. Ein starkes Kohärenzgefühl – und damit eine starke Resilienz – besteht aus drei Komponenten:

1. Verstehbarkeit (Comprehensibility): Das Gefühl, dass die Welt und die Ereignisse im Leben strukturiert, vorhersagbar und erklärbar sind. Man versteht, warum die Dinge geschehen. Menschen mit hoher Verstehbarkeit entwickeln schneller Resilienz, weil sie Krisen nicht als chaotisch und sinnlos erleben, sondern als verständliche Herausforderungen, die bewältigt werden können.

2. Handhabbarkeit (Manageability): Die Überzeugung, über die notwendigen Ressourcen (eigene Fähigkeiten, soziale Unterstützung etc.) zu verfügen, um die Anforderungen des Lebens zu bewältigen. Dies ist das Fundament der Resilienz – das Selbstvertrauen, dass man die Werkzeuge hat, um Herausforderungen zu meistern. Ohne Handhabbarkeit fühlen wir uns hilflos und überfordert.

3. Sinnhaftigkeit (Meaningfulness): Das Gefühl, dass das Leben und seine Herausforderungen es wert sind, Energie und Engagement zu investieren. Man sieht einen Sinn in seinem Tun. Resilienz ohne Sinnhaftigkeit führt zu Burnout – man kann zwar durchhalten, aber verliert die Motivation und den Lebenssinn.

Ein Mensch mit einem starken Kohärenzgefühl versteht eine schwierige Situation (z.B. ein kritisches Feedback) nicht als unüberwindbare Katastrophe, die Stress auslöst, sondern als verstehbare, handhabbare und sinnhafte Herausforderung. Dieses Modell bildet die wissenschaftliche Grundlage für die Steigerung von Resilienz.

Tipps für mehr Resilienz

Die «Säulen» sind die zentralen Kompetenzfelder, die auf dem salutogenetischen Modell aufbauen. Sie sind die theoretischen Bausteine der Resilienz. Im nächsten Kapitel folgen dann die konkreten Tipps und Übungen, um diese Kompetenzen gezielt zu trainieren und Ihre Resilienz nachhaltig zu stärken.

Säule (Die Kompetenz) Beschreibung Bezug zum Kohärenzgefühl
1. Realistischer Optimismus Die Fähigkeit, Schwierigkeiten anzuerkennen, aber dennoch fest an eine positive Lösung und die eigene Kompetenz zu glauben. Stärkt die Sinnhaftigkeit und Handhabbarkeit – Kernelemente der Resilienz.
2. Akzeptanz Die Kunst, unveränderliche Situationen anzunehmen und Energie nicht im Kampf gegen Windmühlen zu verschwenden. Fördert die Verstehbarkeit (Realität anerkennen) – essentiell für Resilienz.
3. Lösungsorientierung Der Fokus auf das, was getan werden kann, anstatt im Problem zu verharren. Es geht um proaktives Handeln. Kern der Handhabbarkeit – die Basis der Resilienz.
4. Verlassen der Opferrolle Die Übernahme von Verantwortung für die eigenen Reaktionen und Handlungen, um die Kontrolle zurückzugewinnen. Stärkt die Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit – beides zentral für Resilienz.
5. Soziale Unterstützung Der bewusste Aufbau und die Pflege eines Netzwerks aus Kollegen, Freunden und Mentoren als emotionale Sicherheitsnetz. Eine zentrale Ressource für die Handhabbarkeit – Menschen mit starkem Netzwerk entwickeln schneller Resilienz.
6. Zukunftsplanung Die Ausrichtung auf klare, persönliche und berufliche Ziele, die auch in schwierigen Zeiten Orientierung und Sinn geben. Kern der Sinnhaftigkeit – ohne Ziele kann sich Resilienz nicht entwickeln.
7. Selbstreflexion Die regelmässige Auseinandersetzung mit eigenen Gedanken, Gefühlen und Verhaltensmustern, um kontinuierlich zu lernen und zu wachsen. Kern der Verstehbarkeit – Resilienz entsteht durch das Verstehen der eigenen Muster.

Resilienz im Berufsalltag steigern: Praktische Werkzeuge

Wie können Sie resilienter und stressresistenter im Alltag werden? Diese konkreten Techniken zur Resilienz-Steigerung helfen Ihnen, jede der sieben Kompetenzen gezielt zu trainieren und Ihre Resilienz kontinuierlich zu entwickeln.

Säule 1: Realistischer Optimismus – Die Kompetenz der Zuversicht & Resilienz

Das Negativ-Beispiel: Sarah ohne ausreichende Resilienz

Sarah hat eine wichtige Präsentation vor der Geschäftsleitung anstehen. Sie denkt sofort: «Das wird ein Desaster. Ich werde alles vergessen, die Technik wird versagen und ich werde blamiert. Meine Karriere ist vorbei.» Diese katastrophalen Gedanken durchziehen ihre Woche. Sie schläft schlecht, ist ständig angespannt und kann sich nicht konzentrieren. Als der Tag der Präsentation kommt, hält sie diese mit zitternder Stimme und unsicherer Körpersprache. Das Ergebnis ist mittelmässig – nicht gut, aber auch nicht schlecht. Doch Sarah interpretiert dieses mittelmässige Ergebnis als Bestätigung ihrer Befürchtungen. Sie denkt: «Siehst du, ich hatte ja recht. Ich bin nicht gut genug.» Ihre Resilienz ist gering. Sie sah die Situation als wenig handhabbar (manageable) und zieht aus einem mittelmässigen Ergebnis die schlimmstmögliche Schlussfolgerung.

Der Tipp & Trick: Die «Best/Worst/Most Likely»-Analyse & Hoffnungsvisualisierung

Die Resilienz-Kompetenz des realistischen Optimismus trainiert man durch eine strukturierte Analyse, die Ihnen hilft, Ihre Gedanken zu ordnen und Ihre Zuversicht zu stärken. Diese Technik funktioniert besonders gut, wenn Sie vor einer unsicheren oder herausfordernden Situation stehen.

Umsetzung für mehr Stress-Toleranz und Resilienz

Tom hat die gleiche Präsentation vor sich. Statt in Katastrophenszenarien zu verfallen, nimmt er sich bewusst 15 Minuten Zeit und macht die «Best/Worst/Most Likely»-Analyse. Hier ist, wie er es konkret umsetzt:

  • Schritt 1: Das Worst-Case-Szenario durchdenken Tom fragt sich: «Was ist das Schlimmste, das passieren könnte?» Er schreibt auf: «Ich vergesse alles, die Technik versagt, die Kunden sind unzufrieden.» Das klingt schrecklich. Aber dann macht Tom den entscheidenden nächsten Schritt: Er fragt sich: «Und was würde ich dann tun?» Diese Frage ist transformativ. Tom antwortet sich selbst: «Wenn ich alles vergesse, würde ich auf meine Notizen schauen, mich kurz sammeln und ehrlich sagen: ‚Entschuldigung, ich habe kurz den Faden verloren. Geben Sie mir einen Moment.‘ Wenn die Technik versagt, würde ich die Technik-Person anrufen und sagen: ‚Wir haben ein technisches Problem. Geben Sie mir zwei Minuten, um es zu beheben.‘ Dann würde ich weitermachen.» Diese Planung gibt Tom Resilienz – er hat einen Notfallplan. Das Worst-Case-Szenario verliert seine Macht, weil Tom weiss, dass er auch mit dem Schlimmsten umgehen kann.
  • Schritt 2: Das Best-Case-Szenario visualisieren Tom fragt sich: «Was ist das Beste, das passieren könnte?» Er malt sich aus: «Ich bin brillant, die Geschäftsleitung ist begeistert, sie stellen viele intelligente Fragen, und ich bekomme Budget für dieses Projekt.» Er visualisiert nicht nur das Ergebnis, sondern auch das Gefühl: Wie fühlt es sich an, erfolgreich zu sein? Welche Worte sagen die GL-Mitglieder? Wie fühlt sich sein Körper an – aufrecht, entspannt, stolz?
  • Schritt 3: Das wahrscheinlichste Szenario realistisch einschätzen Tom fragt sich: «Was wird realistischerweise passieren?» Er antwortet sich ehrlich: «Ich werde etwas nervös sein – das ist normal. Aber ich bin gut vorbereitet, also werde ich die Präsentation gut halten. Es wird ein paar kritische Fragen geben, auf die ich vorbereitet bin. Das Ergebnis wird solide sein – nicht spektakulär, aber gut.» Dieses realistische Szenario ist weder pessimistisch noch unrealistisch optimistisch. Es ist die wahrscheinlichste Zukunft.
  • Schritt 4: Die Hoffnungsvisualisierung durchführen Tom schliesst die Augen und stellt sich vor, wie er das wahrscheinlichste Szenario erfolgreich meistert. Er sieht sich selbst, wie er ruhig spricht, die Fragen beantwortet und am Ende ein positives Feedback erhält. Er konzentriert sich auf das Gefühl der Kompetenz und des Stolzes danach. Diese positive emotionale Verknüpfung stärkt Toms Resilienz und programmiert sein Gehirn auf Erfolg. Sein Nervensystem lernt: «Ich kann das.»

Das Ergebnis: Tom mit Resilienz Tom hält die Präsentation mit ruhiger, selbstbewusster Stimme. Er antwortet auf Fragen kompetent und authentisch. Das Ergebnis ist gut und die Geschäftsleitung ist zufrieden. Und wichtig: Tom interpretiert dieses gute Ergebnis als Bestätigung seiner Kompetenz. Er denkt: «Ich habe das gut gemacht. Ich bin gut vorbereitet und kann mit Herausforderungen umgehen.» Seine Resilienz hat es ihm ermöglicht, die Situation als handhabbar zu sehen, und diese Überzeugung hat sich in einer besseren Leistung manifestiert.

Säule 2: Akzeptanz – Die Kompetenz der Gelassenheit & Resilienz

Das Negativ-Beispiel: Marco ohne ausreichende Resilienz

Marco erfährt, dass sein Unternehmen eine grosse Reorganisation durchführt und seine Abteilung in eine andere integriert wird. Das ist eine Veränderung, die er nicht ändern kann – die Entscheidung ist bereits gefallen. Aber anstatt diese Realität zu akzeptieren, kämpft Marco dagegen an. Er beschwert sich ständig über die Entscheidung, kritisiert die Geschäftsleitung, versucht, andere Kollegen gegen die Reorganisation aufzuhetzen. Er ist ständig angespannt und wütend, denkt immer wieder über die Ungerechtigkeit nach. Seine Resilienz ist niedrig – er verschwendet enorme Energie im Kampf gegen etwas Unveränderliches. Diese Energie fehlt ihm für die Dinge, die er tatsächlich ändern kann. Nach Wochen ist Marco ausgebrannt und demoralisiert.

Der Tipp & Trick: Die «Hände-Übung» & das Akzeptanz-Tagebuch

Die Resilienz-Kompetenz der Akzeptanz trainiert man durch körperliche und mentale Techniken, die Ihnen helfen, Ihre Energie intelligent einzusetzen – nicht auf Dinge, die Sie nicht ändern können, sondern auf Dinge, die Sie ändern können.

Die genaue Umsetzung: Lisa mit hoher Resilienz

Lisa erfährt die gleiche Nachricht über die Reorganisation. Sie erkennt sofort: Das kann ich nicht ändern. Aber statt zu kämpfen, trainiert sie ihre Resilienz durch zwei konkrete Techniken:

  • Schritt 1: Die Hände-Übung durchführen Lisa setzt sich hin und führt die Hände-Übung durch. Sie ballt ihre Hände zu Fäusten und spürt bewusst den Widerstand. Sie hält die Spannung für einige Sekunden und denkt: «Das ist der Kampf gegen die Realität. Das ist, was ich tue, wenn ich gegen die Reorganisation ankämpfe.» Dann öffnet sie bewusst ihre Hände, legt sie mit den Handflächen nach oben auf ihre Oberschenkel und atmet tief aus. Sie spürt das Loslassen – die Entspannung in ihren Muskeln. Sie denkt: «Das ist die Akzeptanz. Das ist, was passiert, wenn ich die Realität annehme, wie sie ist.» Diese körperliche Metapher für mentale Akzeptanz ist mächtig. Ihr Körper lernt, was Akzeptanz bedeutet.
  • Schritt 2: Das Akzeptanz-Tagebuch führen Lisa nimmt sich am Abend 5 Minuten Zeit und erstellt ein einfaches Tagebuch. Sie zieht zwei Spalten auf ein Blatt Papier:

In meiner Kontrolle:

  • Wie ich die neue Situation nutze
  • Welche Beziehungen ich in der neuen Abteilung aufbaue
  • Wie ich mich einbringe und meine Fähigkeiten nutze
  • Wie ich meine Fähigkeiten weiterentwickle
  • Welche neuen Chancen sich ergeben könnten

Ausserhalb meiner Kontrolle:

  • Die Reorganisationsentscheidung
  • Die neue Struktur der Abteilung
  • Wer mein neuer Chef ist
  • Die Zeitlinie der Reorganisation

Während Lisa diese Übung macht, merkt sie etwas Wichtiges: Sie verschwendet viel Energie auf Dinge im äusseren Kreis (die Entscheidung, die Struktur). Diese kann sie nicht ändern, aber sie kann sie auch nicht zurückbekommen. Dann konzentriert sie sich bewusst auf den inneren Kreis – die Dinge, die sie tatsächlich beeinflussen kann. Sie denkt: «Ich kann nicht die Entscheidung ändern, aber ich kann entscheiden, wie ich darauf reagiere. Ich kann aktiv in der neuen Abteilung mitwirken. Ich kann neue Beziehungen aufbauen. Ich kann diese Situation als Chance sehen.»

Das Ergebnis: Lisa mit Resilienz Lisas Resilienz ermöglicht es ihr, die Reorganisation nicht als persönliche Bedrohung zu sehen, sondern als eine Veränderung, mit der sie umgehen kann. Sie ist offen für die neue Situation, baut Beziehungen mit neuen Kollegen auf und sieht Chancen statt nur Probleme. Nach einigen Wochen merkt sie: Die neue Abteilung ist eigentlich interessant. Sie hat neue Fähigkeiten gelernt. Sie hat neue Freunde gefunden. Ihre Resilienz hat es ihr ermöglicht, die Veränderung als Gelegenheit zu sehen statt als Katastrophe.

Säule 3: Lösungsorientierung – Die Kompetenz der Handlungsfähigkeit & Resilienz

Das Negativ-Beispiel: David ohne ausreichende Resilienz

David arbeitet an einem grossen Projekt, das hinter dem Zeitplan zurückliegt. Das ist ein echtes Problem, das gelöst werden muss. Aber statt sich auf Lösungen zu konzentrieren, verfällt David ins Grübeln. Er fragt sich ständig: «Warum passiert mir das immer? Warum kann ich nicht besser planen? Warum sind meine Kollegen nicht zuverlässiger? Warum bin ich so schlecht im Projektmanagement?» Diese «Warum»-Fragen führen zu Frustration und Lähmung. David sitzt im Problem fest und kann sich nicht bewegen. Seine Resilienz ist niedrig – er hat den Fokus verloren und konzentriert sich stattdessen auf Schuldzuweisungen und Selbstkritik. Die Zeit verstreicht, und das Projekt verspätet sich noch mehr.

Der Tipp & Trick: Von «Warum» zu «Was jetzt?» & die Wunderfrage

Die Resilienz-Kompetenz der Lösungsorientierung trainiert man durch einen bewussten Sprach-Shift und durch eine kraftvolle Frage, die Ihren Fokus vom Problem auf die Lösung lenkt.

Die genaue Umsetzung: Elena mit hoher Resilienz

Elena hat das gleiche Problem – ein Projekt, das hinter dem Zeitplan zurückliegt. Aber Elena trainiert ihre Resilienz durch zwei konkrete Techniken:

Schritt 1: Der Sprach-Shift – Von «Warum» zu «Was» Elena ertappt sich dabei, wie sie die gleichen «Warum»-Fragen stellt wie David. Aber sie unterbricht sich selbst. Denn sie erkennt: Diese Fragen führen zu Frustration und Lähmung. Sie macht einen bewussten Sprach-Shift. Sie ersetzt die «Warum»-Fragen durch zukunftsorientierte «Was»- oder «Wie»-Fragen:

  • Statt: «Warum bin ich so schlecht in Planung?» → «Was kann ich jetzt tun, um das Projekt wieder auf Kurs zu bringen?»
  • Statt: «Warum sind meine Kollegen so unzuverlässig?» → «Wie kann ich die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen verbessern?»
  • Statt: «Warum passiert mir das immer?» → «Was sind die nächsten konkreten Schritte, um das Problem zu lösen?»

Dieser Sprach-Shift ist nicht nur eine Wortspielerei – es ist eine fundamentale Veränderung des Fokus. Die «Warum»-Fragen schauen in die Vergangenheit und auf Schuld. Die «Was»-Fragen schauen in die Zukunft und auf Lösungen. Elenas Resilienz wächst, weil sie sich wieder handlungsfähig fühlt.

Schritt 2: Die Wunderfrage durchführen Elena nutzt eine kraftvolle Frage aus der lösungsorientierten Therapie – die Wunderfrage. Diese lautet: «Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgen früh auf und über Nacht ist ein Wunder geschehen: Das Projekt ist wieder auf Kurs. Woran würden Sie als Allererstes merken, dass das Wunder eingetreten ist? Was wäre anders? Wer würde es noch bemerken?»

Elena antwortet sich selbst: «Wenn das Wunder eingetreten wäre, würde ich merken, dass wir einen klaren, realistischen Zeitplan haben. Die Kommunikation mit dem Team wäre besser – alle würden wissen, was zu tun ist. Das Team wäre wieder motiviert. Die Kunden würden regelmässig Updates erhalten und sich nicht mehr angespannt fühlen.»

Diese Frage ist transformativ, weil sie Elenas Fokus vom Problem (das Projekt ist hinter dem Zeitplan), auf ein attraktives, konkretes Zielbild lenkt (ein klarer Zeitplan, bessere Kommunikation, motiviertes Team). Plötzlich sieht Elena konkrete Schritte: einen neuen Zeitplan erstellen, die Kommunikation verbessern, das Team motivieren, die Kunden informieren.

Das Ergebnis: Elena mit Resilienz Elenas Resilienz ermöglicht es ihr, handlungsfähig zu bleiben und Lösungen zu finden. Sie erstellt einen neuen Zeitplan mit realistischen Meilensteinen. Sie führt ein Gespräch mit ihrem Team über die neuen Erwartungen. Sie informiert die Kunden transparent über die neue Timeline. Die Situation verbessert sich nicht sofort, aber Elena hat wieder Kontrolle und Richtung. Ihre Resilienz hat es ihr ermöglicht, aus der Lähmung herauszukommen und zu handeln.

Säule 4: Verlassen der Opferrolle (Die Kompetenz der Selbstwirksamkeit & Resilienz)

Das Negativ-Beispiel: Klaus ohne ausreichende Resilienz

Klaus hat nicht die Beförderung bekommen, die er erwartet hat. Das ist eine Enttäuschung. Aber anstatt die Enttäuschung zu nutzen, um zu lernen und sich zu verbessern, verfällt Klaus in eine Opfermentalität. Er denkt: «Das ist unfair. Mein Chef mag mich nicht. Die Entscheidung war politisch. Mir wird immer Unrecht getan. Das System ist gegen mich.» Klaus sieht sich als Opfer von Umständen, die ausserhalb seiner Kontrolle liegen. Seine Resilienz ist niedrig – er gibt die Kontrolle ab und denkt, er kann nichts ändern, was ihn demoralisiert. Er denkt sogar darüber nach, das Unternehmen zu verlassen.

Der Tipp & Trick: Der Kreis der Kontrolle & die Sprache der Verantwortung

Die Resilienz-Kompetenz des Verlassens der Opferrolle trainiert man durch zwei Techniken: eine visuelle (der Kreis der Kontrolle) und eine sprachliche (die Sprache der Verantwortung). Zusammen helfen sie Ihnen, Ihre Macht zurückzugewinnen.

Die genaue Umsetzung: Petra mit hoher Resilienz

Petra ist in der gleichen Situation – sie wird nicht befördert. Aber Petra trainiert ihre Resilienz durch zwei konkrete Techniken:

Schritt 1: Den Kreis der Kontrolle zeichnen Petra nimmt ein Blatt Papier und zeichnet zwei Kreise – einen inneren Kreis (Kontrolle) und einen äusseren Kreis (Interesse). Dann ordnet sie die Faktoren der Situation zu:

Ausserhalb meiner Kontrolle:

  • Die Entscheidung des Chefs
  • Die Unternehmensrichtlinien
  • Die Marktbedingungen
  • Wer sonst noch für die Beförderung kandidiert hat
  • Die politischen Dynamiken im Unternehmen

In meiner Kontrolle:

  • Meine zukünftige Leistung
  • Mein Feedback einholen (Warum habe ich die Beförderung nicht bekommen?)
  • Meine Fähigkeiten weiterentwickeln
  • Meine Karriereziele klären
  • Mit meinem Chef ein konstruktives Gespräch führen
  • Meine Sichtbarkeit im Unternehmen erhöhen
  • Meine Netzwerk-Beziehungen stärken

Während Petra diese Übung macht, merkt sie etwas Wichtiges: Sie hat tatsächlich viel Kontrolle. Sie kann die Entscheidung des Chefs nicht ändern, aber sie kann viel tun, um ihre Chancen für die nächste Beförderung zu verbessern. Ihre Resilienz wächst, weil sie wieder Handlungsfähigkeit verspürt.

Schritt 2: Die Sprache der Verantwortung sprechen Petra achtet bewusst auf ihre Sprache und ersetzt passive, opferorientierte Formulierungen durch aktive, verantwortungsvolle Formulierungen:

  • Statt: «Man hat mir die Beförderung nicht gegeben» → «Ich habe die Beförderung nicht bekommen, aber ich weiss jetzt, was ich verbessern muss.»
  • Statt: «Mein Chef ist gegen mich» → «Ich werde mit meinem Chef klären, welche Fähigkeiten ich noch entwickeln muss.»
  • Statt: «Das System ist gegen mich» → «Ich werde strategischer vorgehen und meine Sichtbarkeit im Unternehmen erhöhen.»
  • Statt: «Mir wird immer Unrecht getan» → «Ich werde die Gründe für die Entscheidung verstehen und daraus lernen.»

Dieser Sprach-Shift ist nicht nur eine Wortspielerei – es ist eine fundamentale Veränderung der Haltung. Statt sich als Opfer zu sehen, sieht sich Petra als Akteurin in ihrem Leben. Ihre Resilienz wächst, weil sie wieder Verantwortung übernimmt.

Das Ergebnis: Petra mit Resilienz Petra führt ein konstruktives Gespräch mit ihrem Chef: «Ich bin enttäuscht, dass ich die Beförderung nicht erhalten habe. Ich möchte verstehen, was ich verbessern kann. Welche Fähigkeiten muss ich noch entwickeln? Wie kann ich mich sichtbarer machen?» Ihr Chef antwortet ehrlich und Petra erstellt einen Entwicklungsplan. Sie entwickelt neue Fähigkeiten, übernimmt anspruchsvollere Projekte und baut ihr Netzwerk aus. Ein Jahr später bekommt sie die Beförderung. Ihre Resilienz hat es ihr ermöglicht, Verantwortung zu übernehmen und aktiv ihre Karriere zu gestalten.

Säule 5: Soziale Unterstützung (Die Kompetenz der Verbundenheit & Resilienz)

Das Negativ-Beispiel: Max ohne ausreichende Resilienz

Max hat ein grosses Problem bei der Arbeit. Ein Projekt ist in Schwierigkeiten und er weiss nicht, wie er es lösen soll. Aber statt um Hilfe zu bitten, isoliert er sich. Er denkt: «Ich sollte das allein lösen können. Wenn ich um Hilfe bitte, wirke ich schwach. Ich sollte unabhängig sein.» Max versucht, das Problem allein zu bewältigen. Er arbeitet viele  Stunden, wird immer gestresster und kann keine gute Lösung finden. Seine Resilienz ist niedrig – er hat keine Ressourcen, um das Problem zu bewältigen. Nach Wochen ist er ausgebrannt.

Der Tipp & Trick: Das «persönliche Board of Directors» & proaktive Netzwerkpflege

Die Resilienz-Kompetenz der sozialen Unterstützung trainiert man durch zwei Techniken: das Aufbauen eines persönlichen Boards und die proaktive Pflege von Beziehungen. Zusammen helfen sie Ihnen, ein starkes Netzwerk zu schaffen, das Sie in schwierigen Zeiten trägt.

Die genaue Umsetzung: Nina mit hoher Resilienz

Nina hat das gleiche Problem wie Max. Aber Nina trainiert ihre Resilienz durch zwei konkrete Techniken:

Schritt 1: Das persönliche Board of Directors aufbauen Nina nimmt sich Zeit und identifiziert Personen für vier wichtige Rollen:

  • Der Mentor: Ein erfahrener Kollege oder ehemaliger Chef, der schon ähnliche Probleme gelöst hat und Ninas Karriere kennt. Diese Person gibt strategische Ratschläge und Perspektiven.
  • Der Cheerleader: Ein Freund oder eine Familie, die Ninas Stärken sieht und sie immer positiv bestärkt. Diese Person gibt emotionale Unterstützung.
  • Der Herausforderer: Ein Kollege auf gleicher Ebene, der Ninas Annahmen kritisch hinterfragt und sie herausfordert, besser zu werden. Diese Person gibt konstruktives Feedback.
  • Der Verbündete: Ein Kollege auf gleicher Ebene für den täglichen Austausch. Diese Person versteht Ninas alltägliche Herausforderungen und ist eine Schulter zum Anlehnen.

Nina schreibt die Namen auf und macht es offiziell – zumindest für sich selbst. Sie denkt: «Das ist mein Board. Das sind die Menschen, auf die ich zählen kann.»

Schritt 2: Proaktive Netzwerkpflege durchführen Nina wartet nicht, bis sie Hilfe braucht. Stattdessen pflegt sie ihre Netzwerk-Beziehungen proaktiv. Sie plant feste Termine zur Kontaktpflege ein:

  • Jeden zweiten Freitag kontaktiert sie eine Person aus ihrem Board. Nicht um diese um Hilfe zu bitten, sondern einfach um zu hören, wie es ihr geht. Sie schreibt eine kurze E-Mail: «Hallo, ich wollte nur hören, wie es dir geht.»
  • Sie bietet aktiv ihre Hilfe an. Wenn sie hört, dass jemand aus ihrem Board ein Problem hat, bietet sie an, zu helfen.
  • Sie teilt ihre Erfolge und auch ihre Herausforderungen. Sie ist authentisch und verletzlich.

Diese proaktive Pflege ist wichtig, weil sie die Beziehungen stärkt, bevor Nina Hilfe braucht. Wenn sie dann ein Problem hat, fühlt es sich natürlich an, um Hilfe zu bitten.

Das Ergebnis: Nina mit Resilienz Als Nina ein  Problem bei der Arbeit hat, kontaktiert sie ihren Mentor: «Ich habe ein Problem und könnte deinen Rat gebrauchen.» Der Mentor antwortet sofort und gibt Nina Perspektiven und Ratschläge. Nina sieht, dass sie nicht allein ist und dass es Lösungen gibt. Sie kontaktiert auch ihren Herausforderer, der sie fragt: «Hast du das schon versucht?» und sie auf neue Ideen bringt. Ninas Resilienz wird gestärkt – sie hat Ressourcen und sie ist nicht allein. Das Problem wird gelöst, und Nina merkt: Mein Netzwerk ist meine grösste Ressource.

Säule 6: Zukunftsplanung (Die Kompetenz der Sinnhaftigkeit & Resilienz)

Das Negativ-Beispiel: Robert ohne ausreichende Resilienz

Robert hat keine klaren Ziele. Er arbeitet von Tag zu Tag, ohne zu wissen, wohin er will. Wenn Probleme auftauchen, hat er keine Motivation, sie zu bewältigen. Er denkt: «Wozu? Ich weiss ja nicht mal, wohin ich will.» Seine Resilienz ist niedrig – er hat keinen Grund, weiterzumachen. Er fühlt sich verloren und unmotiviert.

Der Tipp & Trick: Das WOOP-Modell & die 3-Ebenen-Planung

Die Resilienz-Kompetenz der Zukunftsplanung trainiert man durch zwei Techniken: das WOOP-Modell (für spezifische Ziele) und die 3-Ebenen-Planung (für langfristige Orientierung). Zusammen helfen sie Ihnen, Sinn und Richtung in Ihrem Leben zu schaffen.

Die genaue Umsetzung: Sophia mit hoher Resilienz

Sophia hat klare Ziele. Sie trainiert ihre Resilienz durch zwei konkrete Techniken:

Schritt 1: Das WOOP-Modell anwenden Sophia hat ein wichtiges Ziel: In 2 Jahren eine Führungsposition haben. Sie nutzt das WOOP-Modell:

Wish (Wunsch): Ich möchte in 2 Jahren eine Führungsposition haben.

Outcome (Ergebnis): Ich fühle mich kompetent, anerkannt und kann ein Team führen. Ich verdiene mehr und habe mehr Einfluss.

Obstacle (Hindernis): Sophia denkt ehrlich über ihre inneren Hindernisse nach. Ihr grösstes inneres Hindernis ist die Angst, Fehler zu machen und nicht gut genug zu sein. Sie hat auch äussere Hindernisse: Sie braucht mehr Erfahrung und muss ihre Sichtbarkeit im Unternehmen erhöhen.

Plan (Plan): Sophia erstellt einen Plan für beide Arten von Hindernissen:

  • Für das innere Hindernis: «Wenn ich Angst vor Fehlern spüre, werde ich mir sagen: ‚Fehler sind Lernchancen. Ich bin auf dem Weg zu meinem Ziel. Jeder Fehler bringt mich diesem näher.’«
  • Für die äusseren Hindernisse: «Ich werde ein Führungstraining machen. Ich werde anspruchsvollere Projekte übernehmen. Ich werde meine Sichtbarkeit im Unternehmen erhöhen.»

Das WOOP-Modell ist kraftvoll, weil es Sophia hilft, realistisch zu sein (die Hindernisse anzuerkennen) und gleichzeitig handlungsfähig zu bleiben (einen Plan zu haben).

Schritt 2: Die 3-Ebenen-Planung durchführen Sophia weiss, dass ein grosses Jahresziel lähmend wirken kann. Deshalb bricht sie es in drei Ebenen herunter:

Vision (1-3 Jahre): Führungsposition in meinem Bereich. Ich leite ein Team von 5-10 Personen. Ich bin bekannt für meine Führungsqualitäten und meine Fähigkeit, Teams zu entwickeln.

Quartalsziele (3 Monate): Dieses Quartal werde ich:

  • Ein Führungstraining machen (konkrete Aktion)
  • Ein wichtiges Projekt leiten (praktische Erfahrung)
  • Mit meinem Chef über meine Karriereziele sprechen (Sichtbarkeit)
  • Ein Mentoring-Verhältnis mit einer erfahrenen Führungskraft aufbauen (Lernen)

Wochen-Sprints (1 Woche): Diese Woche werde ich:

  • Mich für das Führungstraining anmelden (konkrete Aktion)
  • Mit meinem Chef einen Termin für ein Gespräch über meine Karriereziele vereinbaren (Sichtbarkeit)
  • Einen potenziellen Mentor kontaktieren (Netzwerk)

Diese 3-Ebenen-Planung ist kraftvoll, weil sie Klarheit, Fokus und regelmässige Erfolgserlebnisse schafft. Sophia sieht nicht nur ein grosses, entferntes Ziel, sondern konkrete Schritte, die sie diese Woche machen kann.

Das Ergebnis: Sophias Resilienz wird gestärkt durch klare Ziele und einen Aktionsplan. Sie sieht Sinn in ihrer Arbeit und arbeitet nicht nur, um Geld zu verdienen, sondern um ihr Ziel zu erreichen. Wenn Herausforderungen auftauchen, hat sie die Motivation, diese  zu bewältigen. Ein Jahr später hat sie das Führungstraining absolviert, zwei wichtige Projekte geleitet und ein Mentoring-Verhältnis aufgebaut. Sie ist auf dem Weg zu einer Führungsposition. Ihre Resilienz hat es ihr ermöglicht, fokussiert und motiviert zu bleiben.

Säule 7: Selbstreflexion (Die Kompetenz der Verstehbarkeit & Resilienz)

Das Negativ-Beispiel: Jens ohne ausreichende Resilienz

Jens erhält kritisches Feedback von seinem Chef. Der Chef sagt: «Der Absatz im Bericht ist nicht präzise genug.» Das ist konstruktives Feedback, das Jens helfen könnte, besser zu werden. Aber Jens nimmt das Feedback persönlich. Er denkt automatisch: «Ich bin nicht gut genug. Ich bin ein Versager. Ich bin nicht kompetent.» Diese Gedanken führen zu Frustration und Demotivation. Jens reflektiert nicht, sondern sieht  seine Gedanken als Wahrheit an. Seine Resilienz ist niedrig und er kann das Feedback nicht konstruktiv nutzen.

Der Tipp & Trick: Das ABCDE-Modell & der wöchentliche Reflexions-Termin

Die Resilienz-Kompetenz der Selbstreflexion trainiert man durch zwei Techniken: das ABCDE-Modell nach Albert Ellis (für die Umwandlung von negativen Gedanken) und einen wöchentlichen Reflexions-Termin (für kontinuierliches Lernen). Zusammen helfen sie Ihnen, Ihre Gedankenmuster zu verstehen und zu verändern.

Die genaue Umsetzung: Anna mit hoher Resilienz

Anna erhält das gleiche Feedback wie Jens. Aber Anna trainiert ihre Resilienz durch zwei konkrete Techniken:

Schritt 1: Das ABCDE-Modell anwenden Anna nutzt das ABCDE-Modell, um ihre Gedanken zu analysieren und zu verändern:

  • A (Activating Event – Auslösendes Ereignis): Chef kritisiert einen Absatz in meinem Bericht.
  • B (Belief – Überzeugung): Mein automatischer Gedanke ist: «Ich bin nicht gut genug. Ich bin ein Versager.»
  • C (Consequence – Konsequenz): Diese Gedanken führen zu Frustration, Demotivation und Angst.
  • D (Disputation – Hinterfragung): Anna hinterfragt ihre Gedanken kritisch. Sie fragt sich: «Ist das wirklich wahr? Letzte Woche hat mein Chef meine Analyse gelobt und gesagt, sie sei ‚ausgezeichnet‘. Vielleicht ist er nur sehr genau und möchte, dass ich noch präziser werde. Vielleicht möchte er mir nur helfen, noch besser zu werden. Was ist die konstruktivste Art, diese Kritik zu sehen?»
  • E (Effective New Belief – Neue, effektive Überzeugung): Anna ersetzt ihre alte Überzeugung durch eine neue: «Kritik an einem Detail ist keine Kritik an mir als Person. Es ist eine Chance, mich zu verbessern. Mein Chef möchte, dass ich besser werde, und das ist ein Zeichen, dass er an mich glaubt.»

Dieses Modell ist kraftvoll, weil es Anna hilft, ihre automatischen Gedanken zu erkennen und zu verändern. Sie wird nicht von ihren Gedanken kontrolliert, sondern sie kontrolliert ihre Gedanken.

Schritt 2: Den wöchentlichen Reflexions-Termin durchführen Anna blockt sich jeden Freitag 15 Minuten in ihrem Kalender. Das ist ein heiliger Termin und wird immer eingehalten. Sie beantwortet drei Fragen schriftlich:

Frage 1: Was ist diese Woche gut gelaufen und was war mein Beitrag dazu? Anna antwortet: «Ich habe das Projekt X erfolgreich abgeschlossen. Ich habe eine gute Kommunikation mit meinem Team gepflegt. Ich habe ein schwieriges Problem gelöst, indem ich kreativ gedacht habe. Mein Beitrag war, dass ich fokussiert geblieben bin und nicht aufgegeben habe.»

Frage 2: Was war schwierig und was habe ich daraus gelernt? Anna antwortet: «Das Feedback von meinem Chef war schwierig. Aber ich habe gelernt, dass Feedback eine Chance für Wachstum ist. . Ich habe auch gelernt, dass ich präziser sein muss. Ich werde beim nächsten Bericht mehr Zeit für die Überprüfung aufwenden.»

Frage 3: Wofür bin ich dankbar? Anna antwortet: «Ich bin dankbar für mein Team, das mich unterstützt. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, zu lernen. Ich bin dankbar für meinen Chef, der mir hilft, besser zu werden. Ich bin dankbar, dass ich einen Job habe, der mich herausfordert.»

Diese Routine trainiert Annas Fokus auf das Positive, fördert das Lernen und stärkt die Dankbarkeit – ein starker Puffer gegen Stress. Ihre Resilienz wird kontinuierlich gestärkt.

Das Ergebnis: Annas Resilienz ermöglicht es ihr, Feedback konstruktiv zu nutzen und kontinuierlich zu lernen. Sie wird nicht von negativen Gedanken überfordert, sondern. hinterfragt diese und ersetzt sie durch konstruktivere Gedanken. Sie wird nicht von Stress überfordert, weil sie reflektiert und lernt. Ein Jahr später ist Anna eine der besten Mitarbeiterinnen im Team. Ihre Resilienz hat es ihr ermöglicht, zu wachsen und sich zu entwickeln.

Resilienz als Führungsaufgabe

Die besten individuellen Strategien zur Steigerung von Resilienz verpuffen in einem toxischen Umfeld. Führungskräfte sind die Architekten der Arbeitsbedingungen und tragen daher eine immense Verantwortung für die Resilienz ihrer Teams. Hier sind erweiterte, konkrete Handlungsfelder:

  1. Psychologische Sicherheit aktiv fördern

Psychologische Sicherheit ist das Fundament, auf dem Resilienz im Team aufbaut.

  • Fehler als Lernchancen framen: Sprechen Sie offen über Ihre eigenen Fehler und was Sie daraus gelernt haben. Etablieren Sie «Fuck-up-Nights» im Team, in denen nicht Erfolge, sondern die besten Lernmomente aus gescheiterten Versuchen geteilt werden. Wenn ein Teammitglied einen Fehler macht, fragen Sie nicht «Wer ist schuld?», sondern «Was können wir daraus lernen und wie stellen wir sicher, dass es nicht wieder passiert?». Dies fördert die Resilienz des Teams.
  • Neugier belohnen, nicht bestrafen: Ermutigen Sie zu Fragen wie «Warum machen wir das so?» oder «Was wäre, wenn wir es anders versuchen?». Schaffen Sie Formate (z.B. «Ask Me Anything»-Sessions mit dem Management), in denen offene Fragen willkommen sind und ehrlich beantwortet werden. Dies stärkt die Resilienz durch das Gefühl der Verstehbarkeit.

Organisatorische Stressoren systematisch abbauen

Resilienz kann nicht in einem chronisch stressigen Umfeld gedeihen.

  • Führen Sie eine «Stress-Inventur» durch: Nutzen Sie anonyme Umfragetools, um regelmässig zu fragen: «Was raubt euch am meisten Energie bei der Arbeit?», «Welcher Prozess frustriert am meisten?». Präsentieren Sie die Ergebnisse transparent und leiten Sie gemeinsam mit dem Team 1-2 konkrete Verbesserungsmassnahmen für das nächste Quartal ab. Dies zeigt, dass Sie die Resilienz des Teams ernst nehmen.
  • Prioritäten klar kommunizieren und schützen: Eine der grössten Stressquellen ist die Unklarheit über Prioritäten. Nutzen Sie visuelle Tools wie Kanban-Boards, um die Arbeitslast transparent zu machen. Definieren Sie als Führungskraft klare Ziele für die Woche oder den Sprint und verteidigen Sie Ihr Team gegen ständig neue, dringende Anfragen. Lernen Sie, im Namen Ihres Teams «Nein» oder «Ja, aber später» zu sagen. Dies stärkt die Resilienz durch das Gefühl der Handhabbarkeit.
  • Meeting-Hygiene durchsetzen: Implementieren Sie klare Regeln: Jedes Meeting braucht ein klares Ziel und eine Agenda. Keine Agenda, kein Meeting. Legen Sie fest, dass Meetings standardmässig 25 oder 50 Minuten dauern, um Pausen zu ermöglichen. Führen Sie «No-Meeting-Days» oder Fokuszeiten ein. Dies gibt dem Team Zeit zur Erholung, was essentiell ist für Resilienz.

Autonomie und Sinnhaftigkeit stärken

Resilienz wächst, wenn Menschen Autonomie verspüren und Sinn in ihrer Arbeit finden.

  • Führen mit Zielen, nicht mit Mikromanagement: Geben Sie Ihrem Team das «Was» und das «Warum» vor, aber überlassen Sie ihm so weit wie möglich das «Wie». Definieren Sie Ergebnisse (Outcomes) statt Aufgaben (Outputs). Dies fördert Eigenverantwortung und Kreativität – beides Komponenten der Resilienz.
  • Den Beitrag sichtbar machen: Zeigen Sie Ihrem Team regelmässig, welchen Einfluss die Arbeit auf die Kunden oder Unternehmensziele hat. Teilen Sie positives Kundenfeedback, präsentieren Sie die Ergebnisse der Arbeit Ihres Teams vor anderen Abteilungen und feiern Sie Erfolge – auch kleine. Dies stärkt die Resilienz durch das Gefühl der Sinnhaftigkeit.

Der Weg zur Resilienz und einer widerstandsfähigeren Arbeitskultur beginnt mit dem Verständnis, dass Resilienz nicht angeboren ist, sondern trainierbar. Die psychische Gesundheit der Mitarbeiter ist kein privates Problem, sondern ein zentraler Faktor für den Unternehmenserfolg. Es ist eine geteilte Verantwortung: Mitarbeiter können und sollten ihre individuellen Resilienz-Kompetenzen durch praktische Übungen stärken. Gleichzeitig müssen Führungskräfte die organisatorischen Rahmenbedingungen schaffen, in denen diese Fähigkeiten gedeihen können.

Indem Mitarbeiter durch die 7 Säulen der Resilienz lernen, ihre eigenen mentalen Werkzeuge zu schärfen und Führungskräfte ein unterstützendes, klares und sinnstiftendes Umfeld schaffen, entsteht ein positiver Kreislauf. Ein Kreislauf, in dem Herausforderungen nicht als Bedrohung, sondern als Chance zum Wachstum gesehen werden. Resilienz ist nicht nur der Schlüssel zum Überleben in einer komplexen Welt, sondern der Weg zu nachhaltigem Erfolg und menschlicher Erfüllung bei der Arbeit.

Beitrag veröffentlicht am 4. Januar 2026

Über Dr. Kathrin Neumüller
Kathrin Neumüller, Co-Geschäftsführerin, hat welliges blondes Haar und trägt einen marineblauen Blazer über einem weissen Hemd. Sie lächelt selbstbewusst und steht in einem modernen Büro mit grossen Fenstern im Hintergrund.

Dr. oec. HSG Kathrin Neumüller ist Co-Geschäftsführerin bei ValueQuest und Expertin für Mitarbeiterinspiration und Empowerment. Daneben unterrichtet sie im MBA strategisches Management an der ZHAW. Sie promovierte an der Universität St. Gallen (HSG) und studierte an der University of Cambridge. Erfahren Sie mehr über Kathrin

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