Der Benchmarking Vergleich mit anderen Unternehmen ist ein wichtiger Aspekt bei Mitarbeiterbefragungen. Vor allem das Topmanagement möchte oft ganz genau wissen, wo das eigene Unternehmen im Vergleich zu den Mitbewerbern steht.

Vergleichsgruppe für das Benchmarking

Zuerst muss geklärt werden, mit wem man sich vergleichen will. Dies können Unternehmen aus derselben Branche, in der gleichen Grössenordnung oder mit der gleichen Kultur etc. sein. Während der eins zu eins Vergleich mit anderen Firmen sicherlich interessant sein kann, führt er in der Realität immer wieder zu Problemen.

Idealerweise würde die betreffende Organisation im Benchmarking Vergleich bei einigen Aspekten besser abschneiden als der Markt, bei anderen weniger gut. Dies ist leider nur selten der Fall. Wir beobachten oft, dass eine Organisation oder auch eine einzelne Einheit jeweils in allen Aspekten entweder über oder unter dem Markt-Benchmark liegt.

In beiden Fällen ist die Reaktion auf das Resultat in der Regel nicht produktiv. Wer in allen Aspekten besser ist, klopft sich bestätigend auf die Schulter und macht weiter wie bisher. Wer jedoch überall schlechter abschneidet als der Benchmark, ist demotiviert und sucht oft einfach nur nach einem Schuldigen. Das volle Potenzial und der gesamte Informationsgehalt einer Mitarbeitendenbefragung werden so nicht optimal genutzt.

Diese einseitigen Muster (alles negativ, alles positiv) entstehen durch den sogenannten Halo-Effekt. Zufriedene Mitarbeitende bewerten tendenziell alles etwas besser. In Einheiten, wo es nicht so gut läuft, ist das Gegenteil der Fall; es wird alles etwas schlechter bewertet.

Aus dieser Erfahrung heraus hat ValueQuest das SmartBenchmarking© entwickelt und eine umfassende Datenbank aufgebaut. Ziel ist es, dass alle Einheiten die Ergebnisse der Mitarbeiterumfrage differenziert betrachten und konstruktive Lösungen finden können.

Denn eines ist klar: Es ist nie alles nur schlecht. Hier muss der wirkliche Grund für die Unzufriedenheit gefunden werden. Und es ist auch nie alles nur gut; es gibt immer Bereiche, bei denen Optimierungen vorgenommen werden können.

Unser Benchmarking Ansatz SmartBenchmarking©

Die Idee hinter dem SmartBenchmarking© ist ein Vergleich mit Organisationen, die einen gleichen oder ähnlichen Motivationswert aufweisen. So kann genau verglichen werden, bei welchen Themen man über oder unter dem Schnitt von ähnlich motivierten Organisationen liegt.

Schauen wir uns dies an einem konkreten Beispiel aus der Praxis an:

Benchmarking Vergleich mit Unternehmen mit dem gleichen Motivationswert

Diese Einheit einer öffentlichen Verwaltung weist insgesamt einen eher unterdurchschnittlichen Motivationswert von 66 Punkten (von 100) auf. In der Grafik ist der Range der Normwerte für Organisationen mit (dem gleichen) Motivationswert von 66 grau unterlegt. Man sieht, dass das hier bewertete Unternehmen bei Themen im Mikroumfeld (Arbeitsinhalt, Eigenverantwortung, direkte Führung etc.) eher über dem Durchschnitt liegt. Das funktioniert gut, obwohl die Motivation mittelmässig ist.

Bei Themen aus dem Makroumfeld schneidet diese Organisation jedoch deutlich schlechter ab als die Unternehmen im Vergleich. So liegt der Wert für das Thema Strategie & Leadership – welches unter anderem Fragen zur Geschäftsleitung beinhaltet – deutlich unter dem grauen Balken. Was bedeutet, dass man deutlich unterhalb des Mittelwerts derjenigen Organisationen positioniert ist, mit denen man verglichen wird. Ebenso bei der Kundenorientierung. Noch deutlicher unter dem Benchmark liegt das Thema Fairness & Verantwortung. Dies gibt Hinweise darauf, bei welchen Themen sich eine Organisation gegenüber den Vergleichsorganisationen positiv oder negativ abhebt und wo es sich allenfalls lohnt, vertiefter in die Thematik einzusteigen.

Unser SmartBenchmarking© kann auch nach Branchen oder Funktionen gefiltert werden. Es hat sich gezeigt, dass ein funktionaler Vergleich oft aussagekräftiger ist als ein Branchenvergleich. Finanzabteilungen z.B. «funktionieren» in der Regel ähnlich, unabhängig davon, ob sie zu einem Detailhändler oder einem Industrieunternehmen gehören.

Fazit

Ein Benchmarking bietet durchaus einen Mehrwert für eine Mitarbeiterbefragung. Der Smart Benchmarking Ansatz von ValueQuest garantiert zusätzlich, dass konstruktiv und motiviert mit diesem Vergleich gearbeitet wird.

Sie wollen mehr aus Ihrer Mitarbeiterbefragung herausholen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Sie erreichen uns unter der Nummer 044 786 32 52 oder  schreiben Sie uns direkt eine mail  info@valuequest.ch.

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Beitrag veröffentlicht am 29. Oktober 2021

Über Heidi Blanken
Heidi Blanken ist Expertin und Beraterin mit Fokus auf psychologische Methodik, Wirtschaft und Arbeitsrecht. Sie studierte an der Universität Zürich und bringt fundiertes Wissen in ihre Beratungstätigkeit ein.

Heidi Blanken ist Expertin und Advisor bei ValueQuest mit Fokus auf Evaluation und methodische Beratung. Sie hat Psychologie mit Schwerpunkt Methodenlehre sowie Wirtschaft und Arbeitsrecht an der Universität Zürich studiert und als lic. phil. I abgeschlossen.

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